Aus Margaret L. Tyler „Pointers to the common Remedies”

Übersetzt, ergänzt und bearbeitet von Andreas Maier, ©2020

Einleitung

Die Homöopathie bietet bei einfachen Erkältungskrankheiten oft schnelle Hilfe. Ziel der Behandlung ist die Linderung bestehender Beschwerden sowie die Vorbeugung von Symptomverschiebungen und langen Verläufen. Die nachfolgende Ausarbeitung umfasst ausgewählte Indikationen bewährter Arzneimittel bei bestimmten Formen von Erkältungen. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit, dennoch wurde versucht, die wesentlichen Merkmale der einzelnen Arzneien prägnant darzustellen.

Viele Arzneien haben Symptome einer gewöhnlichen Erkältung hervorgerufen und können sie daher auch heilen. Jedoch kann nur diejenige Arznei, die den exakten Krankheitszustand des individuellen Patienten hervorgebracht hat, diesen Patienten heilen, d. h. nicht nur lindern, während er sich erholt, sondern heilen.

M. L. Tyler

Grundsätzlich muss in der Homöopathie jede Erkrankung nach ihren individuellen Besonderheiten analysiert und behandelt werden. Diese Besonderheiten können sich in verschiedenen Bereichen zeigen, z. B. durch eine anhaltende Durstlosigkeit während der Fieberhitze; oder durch eine ungemeine Zähigkeit der Sekrete; oder aber durch ein lästiges Kitzeln in der Nase, das zum Niesen reizt. Diese auffälligen Krankheitszeichen sind wichtige Wegweiser für die Mittelwahl.

Ergänzt wird die Liste homöopathischer Arzneien durch Akupunkturpunkte, die sich bei der Behandlung von Erkältungskrankheiten ebenfalls als hilfreich erwiesen haben. Durch Drücken, Reiben oder Beklopfen können diese Funktionspunkte stimuliert werden, wodurch körpereigene Regulationskräfte angeregt werden. Damit bietet diese einfache Methode eine hervorragende Ergänzung zur homöopathischen Arzneiwirkung.

Nachstehende Angaben beziehen sich auf einfache Erkältungsbeschwerden. Schwere oder unklare Symptome sollten immer ärztlich abgeklärt werden.

Homöopathische Arzneimittellehre

Acon. * All-c. * Ars. * Bell. * Bry. * Calc. * Camph. * Carb-v. * Dulc. * Euphr. * Gels. * Hep. * Iod. * Ip. * Kali-bi. * Kali-i. * Merc. * Nat-c. * Nat-m. * Nux-v. * Phos. * Puls. * Rhus-t. * Sulph. * Tub.


Camphora

Für das Anfangsstadium einer Erkältung, mit Frösteln und Niesen (Boericke).

Wenn man sich erkältet hat und nicht warm werden kann. Für das Kältestadium, bevor sich katarrhalische Symptom vollständig entwickelt haben, zur Vorbeugung.

EISIGE KÄLTEam ganzen Körper; plötzliches Sinken der Kräfte; der Puls ist klein und schwach (Boericke).

Es ist ein Charakteristikum von Camphora ist, dass der Patient nicht zugedeckt sein will,obwohl sein Körper eiskalt ist. (Boericke)

Einige Tropfen Kampfer (Tinktur) auf ein Stück Zucker, wiederholen, bis der Patient warm wird.

“Da Kampfer die meisten unserer Arzneien antidotiert, sollte das Fläschchen mit dem Kampfer am anderen Ende des Hauses aufbewahrt werden.“ (Kent)

Aconitum

Das erste Mittel bei Entzündungen, Entzündungsfieber. (Boericke)

Körperliche und geistige Unruhe, Schreck sind die vorwiegenden charakteristischen Manifestationen des Mittels. Akuter, plötzlicher und heftiger Ausbruch mit Fieber. (Boericke)

Plötzlicher Beginnn durch Aufenthalt in der KÄLTE; IN KALTEM, TROCKENEM WIND.

NASE: Stockschnupfen, mit Kopfschmerzen, Dröhnen in den Ohren, Fieber, Durst, Schlaflosigkeit.

Unterdrückter Schnupfen, besser im Freien, schlechter durch Reden.

Fließschnupfen, häufiges Niesen; Herauströpfeln von klarem, heißem Wasser: Fließschnupfen morgens.

HALS: Akute Halsentzündung mit hohem Fieber, dunkler Röte der Teile, Brennen und Stechen im Schlund.

Kehlkopf empfindlich gegen Berührung und eingeatmete Luft, wie wund.

Laryngitis mit Entzündungsfieber; auch mit Erstickungskrämpfen (Stimmritzenkrampf).

KRUPP: Kind in großer Qual, wirft sich im Bett umher: trockener, kurzer Husten, nicht viel Keuchen…

Nach Aufenthalt in trockenem, kaltem Wind.

BRUST: Enge und Beklemmungsgefühl. Stiche beim Atmen.

Husten klar, klingend und pfeifend, hervorgerufen durch Brennen, Stechen in Kehlkopf und Luftröhre.

Husten heiser, trocken, laut: krampfartig. Heißer Atem.

Husten weckt ihn aus dem Schlaf, ist trocken, kruppartig, erstickend. Große Angst.

Sputum fehlt: spärlich: blutig oder blutgestreift: hellrotes Blut.

Frühstadien von Pneumonie, Bronchitis, Krupp.

Aconitum ist UNRUHIG, ÄNGSTLICH, ERSCHRECKT: Plötzlicher Beginn. Schlechter nachts.

Allium cepa

Schnupfen, Tränen der Augen und laufende Nase, mit Kopfschmerzen; häufiges Niesen, reichliches, scharfes Nasensekret; macht Lippe und Nase wund.

Tränenfluss ebenfalls reichlich, aber mild (umgek.: Euphrasia).

Heiß und durstig, schlechter abends: im Zimmer: Zimmerwärme. Besser im Freien.

Heftige katarrhalische Laryngitis. Kitzeln im Kehlkopf.

Husten scheint den Kehlkopf zu zerbersten und zerreißen: greift sich an die Kehle, hat das Gefühl, als würde der Husten ihn zerreißen.

Husten durch Einatmen kalter Luft.

Erkältung bei Sängern, schlechterim warmen Zimmerund gegen Abend; besser im Freien. (Boericke)

Belladonna

Belladonna geht immer einher mit heißer, roter Haut, gerötetem Gesicht, glänzenden Augen, klopfenden Karotiden, erregtem Gemütszustand, Hyperästhesie aller Sinne, Delirium, unruhigem Schlaf, konvulsiven Bewegungen, Trockenheit von Mund und Hals mit Abneigung gegen Wasser, neuralgischen Schmerzen, die plötzlich kommen und gehen. (Boericke)

Unterdrückter Katarrh mit verrückt machenden Kopfschmerzen.

Hals roh und wund: sehr rot und glänzend.

Heiserkeit mit schmerzhafter Trockenheit des Kehlkopfs.

Als wäre der Kehlkopf entzündet und geschwollen, mit schnarchender Atmung und Erstickungsgefahr.

Akute katarrhalische Laryngitis.

Husten mit rotem, injiziertem Hals.

Trockener, zerreißender Husten, kratzt im Hals.

Belladonna ist rot, und heiß, und trocken.

Bryonia

Beginnt oft in der Nase, Niesen, Schnupfen, laufende Nase, Tränenfluss, Schmerzen von Augen, Nase und Kopf am ersten Tag: dann gehen die Beschwerden nach unten in Choanen, Hals, Kehlkopf, mit Heiserkeit, und Bronchitis setzt ein: kann mit Pleuritis und Pneumonie enden.

Die Beschwerden wandern vom Beginn der Atemwege nach unten (umgek. Lyc.)

Trockener Krampfhusten, schlechter nachts; nach Essen und Trinken, beim Eintreten ins warme Zimmer, beim Tiefatmen.

Husten mit Stichen in der Brust, mit Kopfschmerzen als würde der Kopf in Stücke fallen.

Husten erschüttert den ganzen Körper.

Stechen in Brust und Pleura: schlechter durch Atmen und Husten.

Husten trocken, hart, erschütternd, spärlicher Auswurf.

Bryonia ist reizbar: hat Durst auf große Mengen: möchte ruhig daliegen und alleine sein. Trockenheit der Schleimhäute (Bell.).

Lippen dürr und trocken.

Schlechter bei kaltem, trockenem Wetter.

Euphrasia

Milder Nasenkatarrh, mit wundmachendem Tränenfluss (das genaue Gegenteil von Allium cepa).

Heftiger Fließschnupfen, erstreckt sich oft in den Kehlkopf hinab, mit hartem Husten.

Schnupfen schlechter nachts, im Liegen: Husten schlechter tagsüber, und besser im Liegen.

Hepar sulphuris calcareum

Durch kaltes, trockenes Wetter (Acon., Nux-v.). Katarrh von Nase, Ohren, Hals, Kehlkopf und Brust.

Erkältung in der Nase, mit viel Ausfluss: niest jedes Mal, wenn er in den kalten Wind geht.

Niesen und laufende Nase, zuerst wässrig; dann dick, gelb, übelriechend.

Jedes Mal, wenn er in den trockenen, kalten Wind geht, wird er heiser, und hustet; schlechter durch Einatmen von kalter Luft: oder Hervorstrecken der Hand oder des Fußes aus dem Bett.

Schwitzende Patienten, ziehen die Bettdecke fest um sich. (Boericke)

Schweiß die ganze Nacht, ohne Linderung (Merc.).

Überempfindlich, gegen Berührung, Schmerzen, Zugluft, frische Luft. Möchte jeden schlagen, der im Zimmer für Zugluft sorgt.

Besser bei feuchtem, nassem Wetter (umgek.: Gels.).

(Farrington sagt [als einziger], dass Hepar in den Früstadien einer Erkältung nicht angezeigt ist; stoppt sie oft in der Nase, während sie hinab zur Brust geht: „hier folgt Phos. und heilt.“).

Nux vomica

Erkältungen durch TROCKENES, KALTES WETTER (Acon.) (umgek.: Dulc.). Acon. ist ängstlich; Nux vomica ist reizbar.

Nase verstopft und trocken, Anfangsstadium: der Hals ist rau, wie geschabt; roh, wund.

Niesen, Nase nachts und im Freien verstopft.

Fließschnupfen im warmen Zimmer und am Tag.

Kälte am ganzen Körper, nicht besser am warmen Ofen, oder durch jegliches Zudecken.

Frostschauer, an Rücken, Gliedern, oder am ganzen Körper, durch Wärme nicht gelindert.

Kann sich nicht vom Ofen wegbewegen.

Schaudern nach dem Trinken: durch die geringste Berührung mit frischer Luft, bei der leichtesten Bewegung.

Frost sobald er die Bettdecke bewegt.

Frost abwechselnd mit Hitze. Hitze mit innerlichem Frösteln.

Nux vom. ist überempfindlich, reizbar, heikel, empfindlich gegen die geringste Zugluft (Hepar)

Fühlt sich am schlechtesten morgens bald nach dem Erwachen, auch nach geistiger Anstrengung, und nach dem Essen. (Nash)

Dulcamara

Erkältungen durch NASSKALTES WETTER (Rhus) und Schnee.

Durch Nasswerden, oder Kaltwerden bei Erhitzung.

Beschwerden durch Erkälten, bei plötzlichem Wechsel der Luft von trocken und warm zu nass und kalt. (Nash)

Ein Mittel für die meisten katarrhalischen Zustände, mit viel Schleimsekretion, durch Einwirkung von feuchter Kälte. (Nash)

Schlechter bei plötzlichem Wechsel von heiß zu kalt.

Stockschnupfen, Halsweh, Nackensteifigkeit.

Schnupfen schlechter im Freien.

Die Nase läuft mehr im Haus, in der Wärme; weniger Ausfluss in der kalten Luft, im kalten Zimmer (Nux vom.).

Muss Niesen im kalten Zimmer niesen.

Die Augen werden rot und schmerzhaft bei jeder Erkältung.

Die Nase wird verstopft bei kaltem Regen.

Reichliche wässrige Absonderung aus Nase und Augen, schlechter im Freien.

Nackensteifigkeit: Halsweh, Rücken und Glieder sind schmerzhaft.

Mercurius solubilis

Viel Niesen, wässrige Absonderung, fressend.

Scharfe, übelriechende Massen fließen aus der Nase: grünlicher, stinkender Eiter.

Nase rot, geschwollen, glänzend.

Katarrhalische Entzündung der Stirnhöhlen.

Heisere Stimme; trockener, rauer Kitzelhusten.

Fühlt sich schlecht im warmen Zimmer, erträgt dennoch die Kälte nicht.

Ein menschliches „Thermometer“; empfindlich gegen Hitze und Kälte. (Boericke)

Sämtliche Mercurius-Symptome sind schlimmernachts, in der Bettwärme, durch feuchtes, kaltes, regnerisches Wetter, schlechterbeim Schweiß. (Boericke)

Die Beschwerden nehmen beim Schweiß und in der Ruhe zu; alles geht mit großer Mattigkeit, Erschöpfung und Zittern einher. (Boericke)

Süßer, salziger, metallischer, fauliger Mundgeschmack.

Kriechender Frost.

Kriechender Frost zu Beginn einer Erkältung.

Reichliche, übelriechende Schweiße, und schlechter durch Schwitzen (umgek.: Natrium sul.).

Geschwollene, schlaffe Zunge, mit Zahneindrücken.

Übler Mundgeruch; übelriechender Speichelfluss.

Gelsemium

Eines der besten Grippemittel.

Katarrhe durch warmes, feuchtes, mildes Wetter (Carbo veg.). (umgek.: Hepar und Dulc.).

Wundmachende Absonderung; Wundheit der Nasenlöcher.

Als liefe brühend heißes Wasser durch die Nasenlöcher.

Erkältungen von Gels. entwickeln sich einige Tage nach dem Kaltwerden: die von Acon. Beginnen nach wenigen Stunden.

Passt für Erkältungen und Fieber in milden Wintern.

Quälender Kitzelhusten, besser am Ofen.

Gefühl wie von einem großen Gewicht und Müdigkeit am ganzen Körper.

Frostschauer laufen den Rücken auf und ab.

Fieberhitze mit Schläfrigkeit, wenig Durst; fühlt sich sehr schwach und matt; möchte ruhig daliegen; zittert beim Versuch sich zu bewegen. (Nash)

Kopfschmerzen.

Iodium

Geruchsverlust. Nase trocken und verstopft.

Stockschnupfen, Fließschnupfen im Freien.

Heftiger Schnupfen, mit Fieber, heftigen Kopfschmerzen, übermäßiger Sekretion und viel Niesen.

Erkältungen erstrecken sich nach unten, vom Kopf zu Hals und Bronchien. (Boericke)

Katarrh, dünn, wundmachend. Heißes Wasser tropft heraus.

Der Iodium-Patient ist schlank und hungrig und erträgt keine Wärme.

Kalium iodatum

Der reichliche, wässrige, scharfe Schnupfen, den die Arznei hervorruft, dient als sicheres Leitsymptom, besonders wenn er mit Schmerzen in der Stirnhöhle einher geht. (Boericke)

Erkältung bei jedem Kaltwerden – durch FEUCHTIGKEIT.

Nase rot, geschwollen, SCHARFES wässriges Sekret.

Beißen und Tränen der Augen.

Katarrhalische Kopfschmerzen mit Entzündung der Schleimhäute von STIRNHÖHLEN, Augen, Hals und Brust.

Schwere der Stirn; matt und stumpfsinnig.

Heftiges Niesen, aufgedunsene Augen, reichlicher Tränenfluss. Heftiger, scharfer Schnupfen.

Nase empfindlich, Gesicht rot. Unwohlsein. Zunge weiß.

Nasale Stimme; heftiger Durst.

Katarrhalische Entzündung von Stirnhöhlen, Nebenhöhlen und Schlund.

Heiß und trocken, dann abwechselnd schweißnass. Wechsel von Hitze und Frost.

Hitze mit intermittierenden Schaudern.

Arsenicum album

Die Allgemeinsymptome führen oft alleine zur erfolgreichen Anwendung; darunter sind die stets vorherrschende Schwäche, Erschöpfung und Unruhe, mit nächtlicher Verschlimmerung am wichtigsten. (Boericke)

Große Erschöpfung nach der geringsten Anstrengung; dünnes, wässriges Nasensekret, macht die Oberlippe wund: die Nase ist dabei die ganze Zeit verstopft. (Boericke)

„Niesen ist kein Spaß!“ – und bringt keine Linderung.

Niesen durch Reizung an einer Stelle (wie das Kitzeln einer Feder), nach dem Niesen besteht der Reiz wie zuvor.

Erkältet sich immer in der Nase, und niest bei jedem Wetterwechsel.

Erkältungen beginnen in der Nase und gehen hinab zur Brust.

Immer fröstelig, leidet durch Zugluft. (Hep.).

Friert andauernd: bleibt immer am Ofen: kann nicht genügend Kleider anziehen, um sich warm zu halten (Nux vom.).

Ars. ist frostig: mit brennenden Schmerzen, die durch Wärme gebessert werden: Ist unruhig, ängstlich: krankhaft pingelig.

Gefühl beim Frost und Schüttelfrost, als wäre das Blut in den Adern eiskaltes Wasser: eiskalte Wellen durchströmen den Körper.

Beim Fieber sehr heiß; Gefühl, als würde kochendes Wasser durch die Adern fließen.

Natrium muriaticum

Unfehlbar, um eine Erkältung aufzuhalten, die mit Niesen beginnt. (Boericke)

Katarrhe wässrig, oder dick, weißlich, wie Eiweiß, „roh oder gekocht“.

Katarrhe mit ungemein viel Sekretion.

Anfälle von Niesen.

Fließschnupfen abwechselnd mit Stockschnupfen.

Schlechter bei Aufenthalt in frischer Luft.

Wässrige Bläschen um die Lippen und an den Nasenflügeln.

Husten mit zerberstenden Kopfschmerzen (Bry.).

Heiserkeit.

Der Urin spritzt unwillkürlich heraus beim Husten (Caust., Scilla).

Nat. mur. liebt Salz: hasst Getue: weinerlich, aber möchte nicht, dass andere es sehen. Niedergeschlagen.

Pulsatilla

„Ein Rettungsanker bei alten Katarrhen mit Geruchsverlust, dicker, gelber Absonderung, und Besserung im Freien (bei nervösen, schüchternen, nachgiebigen Personen). Das Sekret ist NICHT wundmachend. Nase nachts verstopft, reichlicher Ausfluss morgens.”

Fließschnupfen im Freien: Stockschnupfen in der Wohnung (umgek.: Nux vom.).

Fühlt sich wohl im Freien, aber heftiger Katarrh sobald er das Zimmer betritt, sowie abends.

Trockener Husten abends und nachts; muss im Bett aufsitzen, um Linderung zu erlangen; und produktiver Husten morgens, mit viel Schleimauswurf. (Boericke)

Husten mit bitterem Auswurf. (Nash)

Große Mundtrockenheit, aber kein Durst. (Nash)

Lippen aufgesprungen und schälen sich ab.

Stockschnupfen, mit Ausschnäuzen von Blut aus der Nase.

Wechselhaftigkeit: kein Frost ist wie der andere; mal geht es den Patienten gut, eine Stunde später wieder elend. (Nash)

Weinerliche Patienten: wollen Mitgefühl. VERLANGEN NACH Luft: kühle Luft; besser durch Bewegung.

Rhus toxicodendron

Durch FEUCHTKALTES Wetter: Aufenthalt in feuchter Kälte beim Schwitzen (Dulc.).

Heftiger Schnupfen: Röte und Ödem im Hals.

Die Nase ist bei jeder Erkältung verstopft.

Schlechter durch Kälte; besser durch Wärme.

Dicker, gelber, übelriechender Schleim.

Angst und Unruhe nachts.

Heiserkeit, Rohheit, Rauheit: schlechter wenn man anfängt zu singen oder zu sprechen: vergeht nachdem man ein paar Noten gesungen oder kurze Zeit geredet hat.

Trockener, quälender Husten von Mitternacht bis zum Morgen, beim Frost, oder wenn er die Hände unter der Bettdecke hervorstreckt. (Boericke)

Durst auf kalte Getränke, besonders nachts: aber kalte Getränke erregen Frösteln und Husten.

Schlechter durch aufdecken.

Knochenschmerzen: Niesen und Husten: schlechter abends und nachts: Kitzel hinter dem oberen Brustbein.

Ipecacuanha

Einfache Erkälrungen: setzen sich in der Nase fest: Ausschnäuzen von Blut aus der Nase, mit ungemeinem Niesen.

Bronchitis bei Kleinkindern: um sie zu beenden (Spätstadien: Ant. tart.).

Erkältungen beginnen in der Nase, breiten sich sehr rasch zur Brust aus.

Verstopfte Nase.

Anhaltender und heftiger Husten, bei jedem Atemzug. (Boericke)

Die Brust erscheint voller Schleim zu sein, der sich aber nicht abhusten lässt. (Boericke)

Heiserkeit, besonders am Ende einer Erkältung. (Boericke)

Heftiger Frost: Schüttelfrost am ganzen Körper, Zähneklappern.

Kein Durst: überwältigende Übelkeit.

ÜBELKEIT ist bei den meisten Krankheiten ein Wegweiser zu Ipecac.

Carbo vegetabilis

Schlechter bei feuchtwarmem Wetter.

Schlechter abends.

Häufiges Niesen; mit andauerndem und heftigem Krabbeln und Kribbeln in der Nase. (Nash)

Stimmlosigkeit jeden Abend (Phos.).

Trockener Kitzelhusten.

Rohheit in Kehlkopf und Rachen.

Große Schwäche oder allgemeine Erschöpfung, mit Kälte der Knie nachts im Bett. (Nash)

Natrium carbonicum

Fließschnupfen, hervorgerufen durch den geringsten Luftzug.

Katarrh; übelriechendes Nasensekret. (Boericke)

Aufräuspern von viel Schleim aus dem Hals; schlechter durch die geringste Zugluft. (Boericke)

Mit periodischer Verschlimmerung jeden zweiten Tag.

Vollständige Linderung durch Schweiß (umgek.: Merc.).

Phosphorus

Häufiger Wechsel von Fließ- und Stockschnupfen. (Nux vom., Puls.).

Halsweh: Kopf matt: fiebrig.

Das Sekret trocknet ein zu Krusten, die fest anhaften.

Heiserkeit und Bronchialkatarrh.

Sekret aus einem Nasenloch, das andere ist verstopft.

Niesen führt zu Schmerzen in Hals oder Kopf.

Ausschnäuzen von Blut aus der Nase.

Nase rot, glänzend, schmerzhaft.

Brustenge.

Husten hart, eng, trocken, erschüttert den Patienten: schlechter im Freien.

Husten beim Eintreten vom warmen Zimmer in die kalte Luft; abends; beim Lesen, Lachen, Essen oder Lautreden, schlechter in der Dämmerung bis Mitternacht, schlechter im Liegen auf der linken Seite (Dros., Stann.), schlechter auf der rechten Seite. (Nash)

Trockener Kitzelhusten abends; Enge quer über die Brust; Auswurf morgens. (Nash)

Schmerz in der Brust beim Husten, schlechter durch äußeren Druck. (Nash)

Zittern am ganzen Körper beim Husten. (Nash)

Erkältungen von Phos. beginnen meist in Brust oder Kehlkopf.

Kalium bichromicum

Katarrh mit dicken, gelben oder grünlichen, FADENZIEHENDEN, schleimigen Absonderungen, oder zäh und gallertartig.

Anhaftender Schleim, kann in langen Fäden herausgezogen werden.

Pfropfen in den Nasenlöchern.

Trockenheit der Nase mit drückendem Schmerz an der Nasenwurzel.

Viel gelbes Sputum, sehr zäh und klebrig,wird in langen, fadenziehenden und sehr zähen Massen ausgeworfen. (Boericke)

Übelriechende Sekrete.

* * *

Akupunkturpunkte.

Dreifacher Erwärmer 3 (Mittlere Insel)

Lokalisation: Am Handrücken, zwischen 4. und 5. Mittelhandknochen, in einer Vertiefung in Höhe des Übergangs vom Köpfchen zum Schaft der beiden Mittelhandknochen.

Wirkung: Wichtiger Fernpunkt bei verschiedenen Ohrenerkrankungen wie Tinnitus, Schwerhörigkeit, Otitis, usw. Lindert Entzündungen im Rachen (Tonsillitis, Pharyngitis, Laryngitis). Beseitigt fieberhafte Erkältungen und Atembeschwerden wie Asthma, Bronchitis.

Dickdarm 4 (Vereinte Täler)

Lokalisation: Am Handrücken, auf der Höhe des Muskelbauches zwischen Zeigefinger und Daumen, bei angelegtem Daumen. Der Punkt ist bei Erkältungskrankheiten und Störungen im Verlauf der Dickdarm-Leitbahn oft druckschmerzhaft.

Wirkung: Lindernde Wirkung auf sämtliche Schleimhautentzündungen. Angezeigt bei sämtlichen Erkältungskrankheiten, Fließschnupfen, Pharyngitis, Laryngitis, grippalen Infekten. Heiserkeit. Husten. Cave: Vorsicht bei Schwangeren!

Blase 13 (Zustimmungs- bzw. Einflusspunkt der Lunge)

Lokalisation: Am Rücken, zwischen den Querfortsätzen von Brustwirbelkörper 3 und 4, zwei Querfinger lateral der Mittellinie.

Wirkung: Lindernde Wirkung bei verschiedenen Lungenerkrankungen, z. B. Husten, Atemnot, grippale Infekte. Blutiges Sputum. Infektionen der oberen Atemwege.  
6 comments
  • Katalin Birnbaum
    Posted on Oktober 26, 2020 at 5:47 pm

    Vielen Dank
    Es ist hervorragend beschrieben, die Akupunktur -Punkte sind auch super fotografiert.
    Erlauben Sie mir dass ich den Text nur für mich speichere?

    Reply
    • naturheilpraxis
      Posted on Oktober 27, 2020 at 6:32 am

      Vielen Dank für die Rückmeldung. Natürlich dürfen Sie den Text und die Bilder für den Eigengebrauch gerne speichern.

      Reply
  • watch
    Posted on November 16, 2020 at 7:39 pm

    Hurrah! At last I got a web site from where I can in fact get helpful data regarding my study and knowledge.

    Reply
  • film
    Posted on November 23, 2020 at 3:23 am

    Thank you for your post. Really looking forward to read more. Really Great. Cathleen Archie Lamson

    Reply
  • Oleta Emme
    Posted on Dezember 7, 2020 at 9:57 am

    i love this complete article

    Reply
  • Leigh Barrington
    Posted on Dezember 8, 2020 at 7:36 am

    recommended post

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